Sommerferien mit Kindern – warum Gelassenheit nicht bedeutet, alles im Griff haben zu müssen
- Isabelle

- vor 7 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Die Sommerferien sind da. Eine Zeit, auf die wir uns als Familien oft monatelang freuen: Endlich kein Wecker am Morgen, kein Terminstress am Nachmittag und einfach mehr Zeit füreinander.
Aber wenn wir ganz ehrlich sind, sieht die Realität bei vielen von uns gerade etwas anders aus. In meinen Gesprächen mit Mamas höre ich im Moment ganz oft diesen einen Satz:
„Ich freue mich riesig auf die Ferien – und gleichzeitig habe ich ein bisschen Respekt vor der Zeit.“
Und das ist so unendlich verständlich. Plötzlich sind die Kinder den ganzen Tag zu Hause. Die Geschwister streiten sich vielleicht öfter, das Chaos im Haus wächst, und irgendwo dazwischen versuchst du, deine eigenen Bedürfnisse nicht ganz aus den Augen zu verlieren – und sei es nur, um mal fünf Minuten in Ruhe einen Kaffee zu trinken.
Vielleicht nimmst du dir jeden Morgen fest vor: Heute bleibe ich ganz ruhig und gelassen.
Und am Nachmittag merkst du, wie die Geduld doch wieder dünner wird, als dir lieb ist.
Jedenfalls geht es mir so. Ich habe mir am Anfang der Ferien vorgenommen, Arbeit, Ferien und Kind zu strukturieren und mir Pausen einzubauen. Doch wenn der Alltag aus dem Ruder fällt - wir später ins Bett gehen, länger schlafen und alles ein bitzli anders läuft, dann gerate auch ich schneller aus dem Ruder als sonst.
Gelassenheit ist kein Gen, das man einfach hat
Oft denken wir, andere Mütter wären von Natur aus viel ruhiger und gelassener. Aber ich bin mir sicher: Gelassenheit ist keine angeborene Charaktereigenschaft.
Auch wenn ich das schön fände und viele denken: Die ist Kindergärtnerin, die hat bestimmt eine Engelsgeduld - muss ich leider mit einem klaren "Nein" antworten. Geduld war noch nie meine Stärke.
Gelassenheit entsteht dort, wo Verständnis wächst.
Aber, wenn wir anfangen zu verstehen, warum unsere Kinder sich in bestimmten Momenten so verhalten, verändert sich unser Blick auf die Situation.
Warum braucht mein Kind gerade so extrem viel Nähe?
Warum eskaliert ein kleiner Konflikt so plötzlich?
Warum sucht mein Kind gerade pausenlos meine Aufmerksamkeit?
Wenn wir die biologische Entwicklung unserer Kinder verstehen, ergibt das Verhalten in anstrengenden Situationen plötzlich Sinn. Das schenkt uns unheimlich viel Sicherheit. Nicht, weil die Herausforderungen dadurch wie von Zauberhand verschwinden – sondern weil wir aufhören, gegen das natürliche Verhalten unserer Kinder anzukämpfen.
Die Ferien müssen nicht perfekt sein
Es wird in den nächsten Wochen laute Tage geben. Es wird Streit geben. Und ja, vielleicht wirst auch du einmal laut und ärgerst dich danach darüber. So haben auf jeden Fall meine Ferien begonnen - der erste Tag am Strand und ich verlor bereits die Geduld.
Also bitte denk daran: Das bedeutet nicht, dass du versagt hast.
Unsere Kinder brauchen keine fehlerfreien, perfekt funktionierenden Mamas. Sie brauchen eine Mama, die versucht, sie zu verstehen – und die sich selbst mit genauso viel Mitgefühl und Liebe begegnet wie ihren Kindern.
Was hilft mir am Ende?
Ja - das Verständnis hat mir viel Sicherheit und Klarheit geschenkt. Und ich bin heute immer wieder froh, dass ich darauf zurückgreifen kann. Aber auch mit Verständnis und Sicherheit, bin da immer noch ich! Warum reagiere ich denn trotzdem so?
Genau das ist für mich der Punkt. Wir kümmern uns immer, um unsere Kinder. Auch wenn wir sie biologisch verstehen - da sind immer noch auch wir und wir dürfen lernen auch uns zu verstehen.
Mein Weg hat dabei in einer Community begonnen, in welcher andere Mama's offen miteinander genau darüber sprachen. Und genau deshalb ist Mama im Zentrum mein Herzensprojekt - weil ich erlebt habe, wie Austausch und das Gefühl von "Ich bin nicht alleine" mir so unendlich viel gegeben hat.
Gelassenheit im Alltag – wie uns das biologische Verständnis unserer Kinder mehr Ruhe und Sicherheit schenkt.
Wir sprechen ganz ungezwungen und feinfühlig darüber:
Warum uns manche Situationen im Alltag so stark herausfordern.
Was unsere Kinder in diesen Momenten wirklich von uns brauchen.
Wie uns ein wenig biologisches Wissen den Familienalltag leichter machen kann.
Und wie wir selbst an turbulenten Tagen wieder in unsere Kraft und Ruhe finden.
Vor allem erwartet dich ein geschützter, warmer Raum. Ein Ort, an dem du einfach ehrlich sein darfst – ganz ohne Bewertung und ohne Druck. Mit anderen Mamas, denen es gerade ganz ähnlich geht.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Wenn du dir wünschst, die Sommerferien nicht nur irgendwie zu überstehen, sondern sie mit mehr Leichtigkeit und schönen Momenten zu füllen, lade ich dich von Herzen ein.
Komm in unsere Runde. Lass uns gemeinsam entdecken, wie das Verständnis für unsere Kinder auch das Verständnis und die Liebe für uns selbst wachsen lässt. Denn Gelassenheit beginnt nicht damit, dass unsere Kinder sich verändern – sie beginnt damit, dass wir uns selbst den Druck nehmen.
Ich freue mich sehr auf dich!
Die nächste Austauschrunde ist am 29. Juli um 20:30 via Zoom.





Kommentare