Viele warten beim Trocken werden einfach ab - wann ist das sinnvoll?
- Isabelle

- 29. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
„Warte einfach noch.“
Diesen Satz hören viele Eltern, wenn es um das Thema Trockenwerden geht. Und ja – manchmal ist genau das richtig.
Denn Entwicklung lässt sich nicht erzwingen. Druck hilft selten. Und jedes Kind bringt sein eigenes Tempo mit.
Aber: Warten allein ist nicht immer die ganze Antwort.
Entwicklung passiert nicht plötzlich
Viele stellen sich Trockenwerden so vor:
Eines Tages entscheidet das Kind: „Jetzt will ich keine Windel mehr.“
Und ja, solche Kinder gibt es.
Doch bei vielen anderen zeigt sich Entwicklung viel feiner und früher:
das Kind stört sich an der nassen Windel
es zieht sich zurück zum Ausscheiden
es beobachtet das WC
es meldet danach, dass es gemacht hat
es zeigt Interesse an Unterhosen oder Töpfchen
es möchte Abläufe selber machen
Das sind keine Zufälle. Das sind oft erste Entwicklungsschritte.
Warum Warten manchmal schwierig wird
Wenn wir nur darauf warten, dass ein Kind plötzlich „bereit“ ist, übersehen wir manchmal genau diese feinen Signale.
Dann entsteht später schnell das Gefühl:
es klappt nicht
mein Kind will nicht
wir haben etwas verpasst
jetzt wird es mühsam
Dabei fehlt oft nicht Motivation – sondern Begleitung.
Trockenwerden ist mehr als ein Töpfchen-Thema
Trockenwerden betrifft:
Körperwahrnehmung
Reifung des Nervensystems
Alltagserfahrungen
Orientierung
Sicherheit
Selbstwirksamkeit
Deshalb gibt es nicht nur „abwarten oder trainieren“.
Es gibt auch einen dritten Weg:
beobachten
verstehen
passend begleiten
Mein Blick auf Entwicklung
Ich arbeite mit dem biologischen Entwicklungsverlauf von Kindern.
Das bedeutet: Ich frage nicht zuerst, was ein Kind sollte.
Ich schaue zuerst, was es bereits zeigt – und welcher nächste Schritt gerade sinnvoll wäre.
Wenn dich das Thema beschäftigt
Am 8. und 9. Mai bin ich am Family Day bei BabyOne in Lyssach vor Ort.
Dort kannst du mich gerne ansprechen, Fragen stellen oder einfach vorbeischauen.
Und am 1. Juni findet mein Kurs Trocken werden begleiten statt.
🤍 Manchmal braucht Entwicklung nicht mehr Druck – sondern mehr Verständnis.





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