Vom Weinen zur Windel - warum frühe Signale uns Orientierung schenken
- Isabelle

- 28. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
In den letzten Wochen habe ich viel über das Weinen von Babys geschrieben: darüber, wie es uns Eltern berührt, wie schnell unser eigenes Nervensystem unter Druck gerät und wie unsere eigenen Prägungen Einfluss nehmen.
Weinen ist kein Zufall. Es ist ein Regulationsprozess des Nervensystems.
Wenig bekannt ist: Auch Ausscheidung ist ein solcher Prozess.
Babys kommen mit einem angelegten Ausscheidereflex zur Welt. In den ersten drei Monaten signalisieren sie, wann sie sich lösen müssen.
Und sie reagieren instinktiv – durch Weinen, Zurückhalten oder Unruhe – wenn die Signale übersehen werden.
Wenn wir diesen Reflex wahrnehmen, unterstützen und begleiten, bleibt der Prozess organisiert. Wenn wir ihn nicht beachten, kann das Kind eine Gewohnheit entwickeln, in die Windel zu machen.
Später braucht es dann bewusste Begleitung, um dieses Muster zu lösen.
Vom Reflex zur bewussten Begleitung
Nach den ersten Monaten kann das Nervensystem diese Signale nicht mehr selbstständig nutzen. Deshalb ist es so wertvoll, Kinder weiterhin bewusst zu begleiten:
auf das Töpfchen führen
liebevoll anleiten
Sicherheit und Orientierung geben
Auf diesem Weg können Kinder natürlich trocken werden – ohne Druck, ohne Trainingsprogramme.
Warum das für Eltern so wertvoll ist
Wenn wir verstehen, wie Babys und Kleinkinder Ausscheidung biologisch regulieren, verändert sich unser Handeln im Alltag:
Wir reagieren entspannt auf Signale
Wir vermeiden unnötigen Druck
Wir schaffen Sicherheit für unser Kind und für uns selbst
Einladung zum Erfahrungsraum
Am 14. März öffne ich in Utzenstorf einen offenen Erfahrungs- und Einordnungsraum für Eltern:
„Abschied von der Windel – der leichte Weg zum Trocken werden“
Kostenlos
10–13 Uhr
Fragen stellen, Materialien anschauen, Orientierung gewinnen
Keine Anmeldung, einfach kommen und gehen, wie es für dich stimmt
Wenn dich das Thema beschäftigt, freue ich mich, dich dort zu begrüssen.






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